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Beton: Eine Stadt macht grau

Marie Burneleit, die Stadträtin der PARTEI, überzeugt im Stadtrat immer wieder mit visionären und großartigen Ideen: Asphaltierte Flächen in München erhalten. München ist mit 44% eine einzigartig versiegelte Stadt und ganz oben im Index der lebenswertesten Städte. Beton, dieses vielseitige Material, das die Grundlage unserer urbanen Existenz bildet, verdient zweifellos unsere Aufmerksamkeit. München, die Stadt, die für ihre historische Architektur und ihren unvergleichlichen Charme bekannt ist, wäre ohne Beton wohl nur ein Haufen von Weißwurstträumen. Warum? Weil Beton nicht nur Häuser, sondern auch unsere Träume aus festem Material formt.

Ein Betonschutztelefon, Ausgleichsflächen aus Beton – ein Traum in Grau, wie sie ihn sich vorstellt. Kurz und knapp – wieder zurück zu einer Stadt, wie wir sie kennen, zu einem München, das noch aussieht wie ein Dorf: Mehr Beton in München!

Beton hat eine längere Geschichte als viele ahnen. Beton diente in der Antike als Verbindungsmittel zwischen Kulturen, Beton hat im Laufe der Zeit mehr Brücken gebaut als so mancher Politiker versprochen hat. Und wie könnte man die Tatsache übersehen, dass Beton in den meisten Fällen besser altert als so mancher Oberbürgermeister. Ein Material, das durch Benutzung im Laufe der Jahre nur noch robuster wird.

Doch damit kann Dieter Reiter nicht umgehen, anstatt für München konsequent das Beste umzusetzen macht er den grauen Plänen einen Strich durch die Rechnung.

Schikanös!

„Nicht ernst gemeint“, „unsinniger Zweck“, „Missbrauch des Antragsrechts“ – das sind die Schlagwörter, mit denen Reiter Burneleits Vorschläge abkanzelt. Als hätte er ein ganzes Wörterbuch der bürokratischen Worthülsen durchgeblättert, um die kreativsten Ausreden zu finden.

Beton-Bremser Reiter

Aber mal ehrlich, wer glaubt denn ernsthaft, dass Reiter wirklich glaubt, Burneleits Vorschläge seien „unsinnig“? Der Mann, der sich für Sicherheit, Brandschutz, Stabilität und Haltbarkeit einsetzt, will dies alles im Beton nicht sehen? OB Reiter, der für die zweite Stammstrecke den Münchner Untergrund zubetoniert. OB Reiter, der mit seinem 7er BMW gediegen über die asphaltierten Straßen Münchens cruist.

Wahrscheinlich hat Reiter einfach nur Angst, dass Burneleits Ideen so gut sind, dass sie München wiederbeleben. Denn mal ehrlich, wer möchte schon in einer Stadt leben, in der jeder Quadratmeter aufgerissen, verändert, grün bepflanzt und somit nicht mehr wiederzuerkennen ist? Nur jemand, der die Kultur und Anmut von ausgleichenden Betonflächen nicht sehen kann.

Ein Rathaus voller Beton-Banausen

Besonders bei älteren Münchnerinnen stößt Burneleits Vorschlag auf offene Ohren. „Ich bin so froh, dass endlich jemand die Bedürfnisse der älteren Generation hört“, sagt Frau Meier, eine 80-jährige Münchnerin. „Als junge Frau habe ich die Stadt noch ganz anders erlebt, viel grauer, viel schöner. Alles war sicherer und übersichtlicher. Heute stolpert man über Fahrradwege, ungemähte Grünstreifen und neugepflanzte Bäume, die mir den Blick auf den Supermarktparkplatz versperren.“

Aber auch die Jugend zeigt sich offen: „Ich muss zugeben, auf Grünflächen lässt es sich nicht festkleben. Da ist Asphalt deutlich praktikabler“ gesteht Julius Karlsen von Der letzten Generation.

München braucht Beton!

(Text in einem Schaukasten)

  • Beton ist ein natürlicher Baustoff aus heimischen Rohstoffen. Beton widersteht als mineralischer Baustoff sogar härtesten Umweltbedingungen ohne zusätzlichen Schutz.
  • Beton schützt eine der weltweit wichtigsten Ressourcen – das Wasser in Leitungen und Behältern für Roh- und Trinkwasser aus Beton.
  • Beton ist nicht brennbar und der einzige Baustoff, der ohne weitere Maßnahmen höchste Anforderungen an den Brandschutz erfüllt.
  • Römischer Beton, opus caementicium, wurde bereits vor über 2000 Jahren verwendet, um Wasserleitungen und Hafenmolen auszukleiden.

Fazit

Dieter Reiter mag zwar der Oberbürgermeister sein, aber er ist auch nur ein Mensch. Und Menschen können sich irren. In diesem Fall hat er sich ganz schön verrannt. Denn während er versucht, die Stadt grüner zu machen, träumen die Münchnerinnen und Münchner von einer grauen Zukunft.